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Thriller-Vorstellung: Echo der Vergangenheit

Heute möchte ich euch gerne meinen zweiten Roman vorstellen. Er trägt den Arbeitstitel Echo der Vergangenheit und ist wohl am ehesten dem Thriller-Genre zuzuordnen. Stark psychologisch, und mit Krimielementen versehen, beschäftigt das Werk sich unter anderem mit einer Erkrankung, die auch in meinem Bekanntenkreis leider immer wieder Thema ist: Borderline.

 

 

Ursprünglich habe ich mit Echo der Vergangenheit im November 2017 angefangen. Es war zunächst als Fanfiction zu einer meiner liebsten Serien gedacht und ich hatte beschlossen, es inhaltlich mit dem Liedtext „Comatose“ von Skillet zu verknüpfen. So der Plan. Doch nach einigen Kapiteln habe ich für mich festgestellt: Das hat mehr Potenzial. Mein erstes Werk liegt immer noch zu einem Dreiviertel korrigiert auf meiner Festplatte herum und will momentan seine Ruhe haben. Also warum nicht ein neues anfangen und über die Probleme, die ich mit meinem in Jugendtagen begonnenen Fantasyroman habe, erst einmal hinwegsehen?

 

 

Echo der Vergangenheit in einem Satz

 

Vor einigen Tagen habe ich in folgendem Blogartikel von Julia Stein gelesen, dass man sein Werk in einem Satz zusammenfassen können sollte. Später muss ich das im Zweifel ohnehin können und es hilft mir selbst dabei, auf den Punkt zu bringen, was ich eigentlich sagen möchte. Klingt logisch. Also habe ich mich hingesetzt und mir Gedanken gemacht. Müsste ich mein Buchbaby Echo der Vergangenheit in einem Satz vorstellen, sähe das wohl in etwa so aus:

 

In Echo der Vergangenheit geht es um einen psychisch kranken jungen Mann, der nach einem jahrelangen Psychiatrieaufenthalt sein Leben wiederfinden will, daran aber durch die Intriganz einer Person in seinem Leben gehindert wird.

 

Weiter ausgeholt: Idee und Inhalt meines Buchbabys

 

Klar, ein Buch in einem Satz klingt nicht sonderlich spannend und erweckt vermutlich selten tieferes Interesse – so meine Meinung. Deshalb möchte ich euch an dieser Stelle den Inhalt und die Handlung von Echo der Vergangenheit etwas näherbringen. Die Hauptcharaktere sind die Geschwister Noah und Gabriel Castell. Schon einmal wurden ihre Leben zerstört und schon einmal mussten sie von vorn beginnen. Gemeinsam. Doch gerade, als Ruhe in ihrem Leben einzukehren schien, riss ein schicksalhafter Tag sie erneut in einen Abgrund. Einen Abgrund, in dem sie sich aus den Augen verloren haben. Und es soll zehn Jahre dauern, bis sie sich wiederfinden.

 

 

 

Noah Castell hat einen kaltblütigen Mord begangen. Seine Jugend hat er in der Psychiatrie verbracht. Die Diagnosestellung: Borderline und Psychosen, die ihn zu einer Gefahr für sich selbst und andere machen. Doch kurz vor seiner Entlassung erfährt er: Niemand außer ihm und den Eltern seines Opfers hält ihn für einen Mörder. Einzig Korruption hat ihn verschenkte Lebensjahre in der Anstalt gekostet. Jetzt holt sein Bruder Gabriel ihn nach Hause. Aber anstatt ihm gute Wünsche mitzugeben, versucht der Psychiater Dr. Bensley, Gabriel zu warnen: Noahs verdrehte Weltsicht ist gefährlich. Der Borderliner will sich von seiner Zeit in der Anstalt lösen und der bestochene Bensley ist ihm ein Dorn im Auge. Dann wird der Psychiater plötzlich tot aufgefunden. An Noahs Händen klebt Blut, das nicht nur sein eigenes ist. Und ihm fehlt das Alibi.

 

Manche werden sich jetzt denken: Hört sich sehr nach einem Krimi an. Und tatsächlich habe ich überlegt, es später darunter zu listen. Wer Echo der Vergangenheit allerdings liest, wird schnell sehen, dass die Psyche des Protagonisten im Vordergrund steht – und die Gründe, aus denen er so geworden ist.

 

Kurzvorstellung: Noah Castell

 

In seiner Kindheit war Noah ein liebes, aufgewecktes und vor allem intelligentes Kind. Schon immer war sein Bruder Gabriel alles für ihn. Seine Heterochromatie (mehrfarbige Augen) und ein androgynes Äußeres machen ihn zu etwas Besonderem. Zumindest dachte er das so lange, bis seine Familie ihn wegen seiner Augen verriet und er mit Gabriel flüchten musste. Seitdem hütet Noah seine Beziehung zu Gabriel wie einen Schatz und setzt alles daran, an seinem Leben teilzuhaben.

 

Solange, bis Noah vor den Augen der Welt weggesperrt wurde. Denn er hat den besten Freund seines Bruders auf dem Gewissen.

 

Die Diagnose Borderline drückt ihm einen Stempel auf, den er so schnell nicht wieder loswird. Dabei ist er sich sicher, gewieft genug zu sein, um den Heuchlern von Psychiatern irgendwann entfliehen zu können. Und doch: Psychosen – um genauer zu sein: wahnhafte, anhaltende Störungen – sind es, die seinen vermeintlich ungetrübten Blick auf die Welt verschwimmen zu lassen scheinen. Und genau das ist es, was Noah unberechenbar macht und ihn zum Problem werden lässt.

 

Borderliner haben unterschiedliche Gesichter
Borderline ist eine Persönlichkeitsstörung | freies Bild von Pixabay

Exkurs: Was ist Borderline?

 

Bei Borderline handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung, die sich unter anderem durch gestörtes Beziehungsverhalten, Identitätsverlust und Selbstverletzung des Betroffenen äußern kann. Häufig neigen Erkrankte dazu, aus Verlustängsten Personen in ihrem Umfeld bewusst oder unterbewusst zu manipulieren. Nicht selten haben sie eine einzige Bezugsperson, die sie gleichzeitig vergöttern und für das Unheil der Welt verantwortlich machen können. Freunde und Familienangehörige und besonders Partner finden sich in einem Teufelskreis wieder, aus dem sie nicht ohne Probleme ausbrechen können. Versuchen Bezugspersonen, sich von Borderlinern zu distanzieren, können heftige Reaktionen die Folge sein. Beispielsweise kann es, je nach Person, durchaus vorkommen, dass Betroffene Drohungen aussprechen, um Menschen nicht zu verlieren. Unsicherheit, Paranoia und Impulsivität können ebenso Symptome sein wie ein Schwarz-Weiß-Denken und ein fehlendes Selbstgefühl.

 

So sieht zumindest das allgemeine Störungsbild aus. Nicht immer treffen alle Aspekte auf jeden diagnostizierten Borderliner zu. Zusätzlich können die Symptome sich vielfältig äußern und sind nicht immer klar abzugrenzen. Wer sich gerne nach den offiziellen Diagnosekriterien erkunden möchte, kann das hier tun.

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